Die Arbeit eines “embedded scientist”. Kai-Uwe Schnapp über Joachim Raschke, Die Grünen. Wie sie wurden, was sie sind (1993)

Joachim Raschke war von 1975 bis 2001 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Hamburg und ist heute in der Agentur für Politische Strategie (APOS) tätig. Raschke hat 1985 die erste umfassende politikwissenschaftliche Monographie zum Thema Soziale Bewegungen verfasst, die Frank Nullmeier für Politik 100×100 besprochen hat. 1993 erschien seine Studie über Die Grünen. Wie sie wurden, was sie sind und 2007 (zusammen mit Ralf Tils) Politische Strategie. Eine Grundlegung.

Kai-Uwe Schnapp ist seit 2008 Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Methoden an der Universität Hamburg und langjähriger Programmdirektor des Fachgebiets Politikwissenschaft. Schnapp leitet seit 2010 das Projektbüro Angewandte Sozialforschung am Fachbereich Sozialwissenschaften. Eine Besprechung seiner Monographie Ministerialbürokratien in westlichen Demokratien. Eine vergleichende Analyse (2004) für Politik 100×100 ist in Vorbereitung.

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Fundstück: Winfried Steffani – Portrait

Bildnachweis: UHH/Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte

Winfried Steffani erhielt 1967 als Nachfolger von Wilhelm Hennis, der das Institut für Politische Wissenschaft nach Freiburg verlassen hatte, einen Ruf an die Universität Hamburg. In seinen über zwanzig Jahren Forschung und Lehre in Hamburg konsolidierte er die Disziplin der Vergleichenden Regierungslehre am Institut. Und auch über den Universitätskontext hinaus war er ein außergewöhnlicher, allseits präsenter und breit honorierter Vertreter seines Faches. In diesem Fundstück erinnern wir an die Biographie Steffanis, eine Rezension von Florian Grotz zu Steffanis Standardwerk Parlamentarische und Präsidentielle Demokratie. Strukturelle Aspekte westlicher Demokratien ist bereits im vergangenen Jahr erschienen. „Fundstück: Winfried Steffani – Portrait“ weiterlesen

Nicole Drude über Peter Reichel, Vergangenheitsbewältigung in Deutschland: Die Auseinandersetzung mit der NS-Diktatur in Politik und Justiz (2007)

Peter Reichel ist Professor für Politische Wissenschaft im Ruhestand. Reichel hat von 1983 bis 2007 Historische Grundlagen der Politik am Institut für Politikwissenschaft der Universität Hamburg gelehrt. Er lebt als freier Autor in Berlin. Sein Arbeitsgebiet ist die politische Kulturgeschichte Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert, mit den thematischen Schwerpunkten Erinnerungskultur, Architektur, politische Symbolik, Film, Recht und Demokratieentwicklung. 2005 erschien (gemeinsam mit Harald Schmid): Von der Katastrophe zum Stolperstein. Hamburg und der Nationalsozialismus nach 1945.

Nicole Drude studiert Politikwissenschaft im BA im 3. Semester.

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Fundstück: Wilhelm Hennis – Portrait

Bildnachweis: UHH/Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte

Eine Geschichte der Politikwissenschaft in Nachkriegsdeutschland zu schreiben ohne Wilhelm Hennis zu erwähnen, scheint unmöglich. An den zahlreichen Forschungsbeiträgen, öffentlichen Interventionen und politischen Aktivitäten des Wissenschaftlers ist kein Vorbeikommen. Eine der zahlreichen Stationen auf seinem Werdegang war dabei die Universität Hamburg. Nach Siegfried Landshut war Wilhelm Hennis von 1962 bis 1967 der zweite Inhaber eines Lehrstuhls für Politische Wissenschaft am Institut. Mit diesem Fundstück – einem der wenigen Bilder aus Hennis‘ Hamburger Zeit – schauen wir auf sein Leben und Wirken zurück. Eine Rezension von Andreas Anter zu einer seiner in Hamburg erschienen Schriften Richtlinienkompetenz und Regierungstechnik ist bereits zu Beginn des Jahres auf diesem Blog erschienen. „Fundstück: Wilhelm Hennis – Portrait“ weiterlesen

Podcast: Vera Troeger über Wissenschaft in Zeiten des Brexit sowie Comparative Politics

Vera Troeger ist seit diesem Jahr Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft am Fachbereich. Ihre bisherige akademische Karriere fand zuvor überwiegend in Großbritannien, vor allem an den Universitäten Essex und Warwick, statt. Im neuen podcast berichtet Frau Professorin Troeger über die Erfahrungen in Großbritannien nach dem Brexit-Votum – gesellschaftlich, politisch, wie dann auch in ihrem unmittelbaren akademischen Milieu. Im Anschluss stellt sie ihre quantiative Forschung im Bereich Comparative Politics und Political Economy sowie Frauen und Gleichstellung vor (Aufnahme vom 24.10.2019, Moderation: David Weiß, Technik: Jonathan Deupmann). „Podcast: Vera Troeger über Wissenschaft in Zeiten des Brexit sowie Comparative Politics“ weiterlesen

Podcast: Jan Wilkens über die Parlamentswahlen in Israel

Am vergangenen Dienstag, den 09. April, konnte Benjamin Netanjahus rechtes Wahlbündnis einen weiteren Sieg bei den Parlamentswahlen in Israel verzeichnen. Der nun dienstälteste israelische Ministerpräsident ist jedoch angeschlagen – durch Korruptionsvorwürfe, vor allem aber aufgrund des sich weiter zuspitzenden Konflikts zwischen Israel und Palästina. Im neuen Podcast auf Politik100x100 berichtet Jan Wilkens über die aktuellen Entwicklungen in Israel, die großen Identitätsfragen sowie die Rolle von Wissenschaft und europäischem Diskurs in der problematischen Aufrechterhaltung von Narrativen (Moderation: David Weiß).

Jan Wilkens ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Global Governance. 2018 hat er zur Transnationalisierung der zivilgesellschaftlichen Konflikte in Syrien promoviert. Auch diese Arbeit stellt er neben der Forschung des Global Governance-Teams zu normativen Fragen der Internationalen Politik, Kontestation und Praxistheorien vor.

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Frank Nullmeier über Joachim Raschke, Soziale Bewegungen. Ein historisch-systematischer Grundriß (1985)

Joachim Raschke hat 1985 die erste umfassende politikwissenschaftliche Monographie zum Thema Soziale Bewegungen verfasst. 1993 erschien seine Studie über „Die Grünen. Wie sie wurden, was sie sind“ und 2007 (zusammen mit Ralf Tils) „Politische Strategie. Eine Grundlegung“. Raschke war von 1975 bis 2001 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Hamburg und ist heute in der Agentur für Politische Strategie (APOS) tätig.

Frank Nullmeier ist Professor für Politikwissenschaft (Politisches System der Bundesrepublik Deutschland und Staatstheorie) an der Universität Bremen. Er studierte von 1975 bis 1980 in Hamburg und hat dort 1989 mit der Arbeit „Von Max Weber zu Konzepten einer Intelligenz- und Wissenspolitologie“ promoviert. Von 1991 bis 1997 war er Hochschulassistent am Institut für Politische Wissenschaft. Seine Habilitationsschrift ist unter dem Titel „Politische Theorie des Sozialstaats“ publiziert worden.

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Podcast: Kai-Uwe Schnapp zu Quo vadis Bundespolitik?

Am 7. Dezember 2018 wird Annegret Kramp-Karrenbauer auf dem CDU-Parteitag in den Hamburger Messehallen zur neuen CDU-Vorsitzenden gewählt. Sie kann sich knapp gegen Friedrich Merz durchsetzen und beerbt damit Angela Merkel als Parteivorsitzende.
Nur wenig Tage zuvor erklimmen die Grünen erstmals die 20%-Marke in den Umfragen auf Bundesebene – das beste Ergebnis ihrer knapp vierzigjährigen Geschichte – und bestätigen damit den mittelfristigen Trend, der sie als zweitstärkste Kraft in der Bundesrepublik zu etablieren scheint.
Diese und weitere Themen – die 2019 anstehenden Landtagswahlen, der “AfD-Effekt” und eine sich transformierende Parteienlandschaft – besprechen wir mit Kai-Uwe Schnapp im ersten Podcast auf Politik100x100 (Moderation: David Weiß).

Kai-Uwe Schnapp ist seit 2008 Professor für Politikwissenschaft, insbesondere Methoden, am Fachgebiet Politikwissenschaft. Er forscht u.a. zu Methoden der Stichprobenziehung und der Rolle von Verwaltungen in repräsentativen demokratischen Systemen. Außerdem leitet er das Projektbüro Sozialforschung der Universität Hamburg. Auch über diese Themen berichtet Kai-Uwe Schnapp im Podcast.

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