Die Arbeit eines “embedded scientist”. Kai-Uwe Schnapp über Joachim Raschke, Die Grünen. Wie sie wurden, was sie sind (1993)

Joachim Raschke war von 1975 bis 2001 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Hamburg und ist heute in der Agentur für Politische Strategie (APOS) tätig. Raschke hat 1985 die erste umfassende politikwissenschaftliche Monographie zum Thema Soziale Bewegungen verfasst, die Frank Nullmeier für Politik 100×100 besprochen hat. 1993 erschien seine Studie über Die Grünen. Wie sie wurden, was sie sind und 2007 (zusammen mit Ralf Tils) Politische Strategie. Eine Grundlegung.

Kai-Uwe Schnapp ist seit 2008 Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Methoden an der Universität Hamburg und langjähriger Programmdirektor des Fachgebiets Politikwissenschaft. Schnapp leitet seit 2010 das Projektbüro Angewandte Sozialforschung am Fachbereich Sozialwissenschaften. Eine Besprechung seiner Monographie Ministerialbürokratien in westlichen Demokratien. Eine vergleichende Analyse (2004) für Politik 100×100 ist in Vorbereitung.

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Eine Pionier*innenarbeit zur Frauengeschichte des Fachbereichs. Pia Christoph über Rafaela Borgwardt et al., Festung Fachbereich? (2002)

Die Hamburger Sozialwissenschaften gehören zu den wenigen Fachbereichen, deren Frauengeschichte in einer eigenen Fallstudie aufgearbeitet wurde. Der 2002 erschienene Sammelband »Festung Fachbereich?« analysiert die Institutionalisierung der Gleichstellungspolitik und den Partizipationsprozess von Frauen am bis 2000 bestehenden Fachbereich Philosophie und Sozialwissenschaften. Er wirft ein Schlaglicht auf die Situation von Frauen am ehemaligen Institut für Politische Wissenschaft und ruft die kreativen Aktionen feministischer Gruppen in Erinnerung, wie etwa die 1987 veröffentlichte „Fällt-Studie“ über die weitgehende Abwesenheit von Frauen in der Lehre. Der Beitrag beschreibt, wie es zu dieser Aufarbeitung der Fachbereichsgeschichte kam und rezensiert Aufsätze des Sammelbands, die für die Politikwissenschaft relevant sind.

Pia Christoph studiert am Fachbereich im Masterstudiengang Politikwissenschaft. „Eine Pionier*innenarbeit zur Frauengeschichte des Fachbereichs. Pia Christoph über Rafaela Borgwardt et al., Festung Fachbereich? (2002)“ weiterlesen

Thordis Reimer über Vera E. Troeger & Mariaelisa Epifanio, Bargaining over maternity pay: evidence from UK universities (2019)

Vera Troeger ist seit 2019 Professorin für Politikwissenschaft, insb. Vergleichende Regierungslehre/ Comparative Politics an der Universität Hamburg. Vorher war sie Professorin im wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereich der Universität Warwick in Großbritannien. Seit Oktober 2019 ist Vera Troeger Präsidentin der European Political Science Association (EPSA). Ihre Forschungsinteressen liegen in der vergleichenden Politischen Ökonomie und in quantitativen Methoden der Politikwissenschaft. In dem Forschungsprojekt „Maternity Benefits across UK HEIs“ (gefördert durch den ESRC, das CAGE Centre, die British Academy und den Leverhulme Trust) untersuchte sie zusammen mit Mariaelisa Epifanio und Thomas Scotto die Ursachen und den Einfluss von Leistungen im Rahmen der Elternzeit an britischen Hochschulen auf akademische Karrieren von Frauen.

Thordis Reimer ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Soziologie, insbesondere Ökologisierung und quantitative Methoden der Sozialforschung an der Universität Hamburg. Sie forscht zu Elternzeitregelungen, der Elternzeitnutzung durch Väter und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie ist Mitglied des International Network on Leave Policies & Research und Stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg. „Thordis Reimer über Vera E. Troeger & Mariaelisa Epifanio, Bargaining over maternity pay: evidence from UK universities (2019)“ weiterlesen

Podcast: Vera Troeger über Wissenschaft in Zeiten des Brexit sowie Comparative Politics

Vera Troeger ist seit diesem Jahr Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft am Fachbereich. Ihre bisherige akademische Karriere fand zuvor überwiegend in Großbritannien, vor allem an den Universitäten Essex und Warwick, statt. Im neuen podcast berichtet Frau Professorin Troeger über die Erfahrungen in Großbritannien nach dem Brexit-Votum – gesellschaftlich, politisch, wie dann auch in ihrem unmittelbaren akademischen Milieu. Im Anschluss stellt sie ihre quantiative Forschung im Bereich Comparative Politics und Political Economy sowie Frauen und Gleichstellung vor (Aufnahme vom 24.10.2019, Moderation: David Weiß, Technik: Jonathan Deupmann). „Podcast: Vera Troeger über Wissenschaft in Zeiten des Brexit sowie Comparative Politics“ weiterlesen

Fundstück: Der Hamburger Zweig der Weißen Rose

Bildnachweis: KZ Gedenkstätte Neuengamme

Während die Münchner Widerstandsgruppe gegen die nationalsozialistische Diktatur, die Weiße Rose um Hans und Sophie Scholl weltbekannt ist, blieb und bleibt der Hamburger Zweig der Weißen Rose oft unbeachtet. Dabei organisierten sich auch in der Hansestadt und ganz besonders in den intellektuellen und universitären Kreisen Hamburgs, dutzende Personen, um im stetigen Austausch mit den Münchner Kommilitoninnen die Bevölkerung  zum Widerstand aufzurufen. Mit diesem Fundstück, dem Bild der Erinnerungsplakette an die Weiße Rose Hamburg aus dem Audimax der Universität, erzählen wir die Geschichten der oppositionellen Kreise in Hamburg, der zentralen Personen und Aktionen sowie des Gedenkens in der Gegenwart.

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Christopher Kirschner: Bericht zur Buchvorstellung – Respekt! Frauen verändern Wissenschaft an der Universität Hamburg

Am 28. Oktober wurde der Sammelband „Respekt! Frauen verändern Wissenschaft an der Universität Hamburg“ vorgestellt. Das über 500 Seiten starke Buch rekonstruiert die Geschichte der Frauen und der Geschlechterforschung an der UHH. Christopher Kirschner hat die Buchvorstellung für 100×100 besucht.

Christopher Kirschner studiert Soziologie und Geschichte in Hamburg. Er war studentischer Angestellter im Familienbüro der Stabstelle Gleichstellung der UHH und arbeitet nun als studentische Hilfskraft an der neuen Juniorprofessur für Soziologie, insb. Arbeit, Organisation & Gender von Prof. Almut Peukert. „Christopher Kirschner: Bericht zur Buchvorstellung – Respekt! Frauen verändern Wissenschaft an der Universität Hamburg“ weiterlesen

„Als Frau in der Wissenschaft bin ich doppelt benachteiligt“ – Ein Interview mit Maren Hofius

Dr. Maren Hofius ist seit April 2009 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Politikwissenschaft am Lehrstuhl von Prof. Antje Wiener an der Universität Hamburg. Nach ihrem BA 2007 in Maastricht und ihrem MA 2009 in Bath kam sie für ihre Promotion an die UHH.

Nina Wolff studiert Politikwissenschaft im BA im 5. Semester. Ihr Interview mit Maren Hofius entstammt dem Seminar „Einführung in journalistisches Schreiben“ bei Prof. Volker Lilienthal. „„Als Frau in der Wissenschaft bin ich doppelt benachteiligt“ – Ein Interview mit Maren Hofius“ weiterlesen

Gender und Queer-Studies an der Universität Hamburg, ein Interview mit Marianne Pieper

Marianne Pieper wurde 1996 Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt “Kulturen, Geschlechter, Differenzen” an der Universität Hamburg. Im folgenden Interview spricht sie über das Thema Frauen, Gender und Queer am Fachbereich Sozialwissenschaften. Was sich in den vergangenen zwanzig Jahren verändert hat, vor allem aber auch, welche Probleme und Herausforderungen sich weiterhin stellen. Im anschließenden Essay beleuchten Deborah Kirchgässner und Emma Neuhaus die Gender und Queer-Studies an der Universität Hamburg – leitender Titel: ein Leerraum.

Die hier präsentierten Projekte entstanden im Rahmen des Seminars “Einführung in den Journalismus” von Prof. Volker Lilienthal, das sich auch mit dem Blog befasst hat. Das Interview mit Frau Prof. Pieper führte Alexandra Tornow (Soziologie), den Beitrag im zweiten Teil haben Deborah Kirchgässner (Politikwissenschaft) und Emma Neuhaus (Soziologie) verfasst. „Gender und Queer-Studies an der Universität Hamburg, ein Interview mit Marianne Pieper“ weiterlesen

Fundstück: Agathe Lasch – Portrait

Die renommierte Germanistin Agathe Lasch wurde 1923 als erste Professorin an die Universität in Hamburg berufen. Sie erforschte in zahlreichen, Schule machenden Schriften die mittelniederdeutsche, ‘plattdeutsche’ Sprache. Ihren Arbeitsplatz hatte sie bis zu ihrer Entlassung durch die nationalsozialistische Gleichschaltung u.a. im damaligen Bornplatz 1-3 – unserem heutigen Gebäude für Sozialwissenschaften. „Fundstück: Agathe Lasch – Portrait“ weiterlesen

Fundstück: Magdalene Schoch – Portrait

Bildnachweis: UHH/Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte

Magdalene Schoch wurde 1932 als erste Frau an einer rechtswissenschaftlichen Fakultät in Deutschland an der Hamburgischen Universität habilitiert. Über Schochs Leben und Wirken in Hamburg, ihre Zusammenarbeit mit Albrecht Mendelssohn Bartholdy am “Institut für Auswärtige Politik” sowie ihre US-amerikanische Identität – unser nächstes Archivfundstück. „Fundstück: Magdalene Schoch – Portrait“ weiterlesen