Bernd Ladwig über Jan Philipp Reemtsma, Mehr als ein Champion. Über den Stil des Boxers Muhammad Ali (2013)

Jan Philipp Reemtsma lehrt Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg und ist Gründer des Hamburger Instituts für Sozialforschung, dessen Direktor er von 1990 bis 2015 war. Der exzellente Kenner der Werke von Christoph Martin Wieland und Arno Schmidt ist zugleich ein Gewaltforscher. Seine Studie Vertrauen und Gewalt. Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne hat Bernhard Koch für 100 x 100 besprochen.

Bernd Ladwig ist Professor für Politische Theorie und Philosophie am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Er wurde 1999 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit zur Gerechtigkeitstheorie promoviert. Zu seinen weiteren Arbeitsgebieten gehört die Philosophie der Menschenrechte. Im kommenden Jahr erscheint seine Politische Philosophie der Tierrechte. „Bernd Ladwig über Jan Philipp Reemtsma, Mehr als ein Champion. Über den Stil des Boxers Muhammad Ali (2013)“ weiterlesen

Nur die Kunst selbst kann Leben spenden. Marcel Bub über Udo Bermbach, Der Wahn des Gesamtkunstwerks – Richard Wagners politisch-ästhetische Utopie (1994)

Udo Bermbach (*1938) war von 1971 bis 2001 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Hamburg. Als Parlamentarismus-Spezialist nach Hamburg berufen, deckte Bermbach bald die Politische Theorie, insbesondere die Demokratietheorie, sowie die Politische Ideengeschichte ab. Nach seiner Emeritierung widmete sich Bermbach in zahlreichen Monographien der ideengeschichtlichen Rekonstruktion von Richard Wagners Idee des „Gesamtkunstwerks“. Unser Blog 100×100 würdigt neben seinen Verdiensten in der Gründung der Sektion für Politische Theorie auch Bermbachs Schriften zur Demokratietheorie.

Marcel Bub studiert seit 2017 Politikwissenschaft im Bachelor am Fachbereich an der Universität Hamburg. Seit einigen Jahren zieht es ihn regelmäßig in Konzert-, Theater- und Opernhäuser. „Nur die Kunst selbst kann Leben spenden. Marcel Bub über Udo Bermbach, Der Wahn des Gesamtkunstwerks – Richard Wagners politisch-ästhetische Utopie (1994)“ weiterlesen

Fundstück: Agathe Lasch – Portrait

Bildnachweis: UHH/Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte

Die renommierte Germanistin Agathe Lasch wurde 1923 als erste Professorin an die Universität in Hamburg berufen. Sie erforschte in zahlreichen, Schule machenden Schriften die mittelniederdeutsche, ‘plattdeutsche’ Sprache. Ihren Arbeitsplatz hatte sie bis zu ihrer Entlassung durch die nationalsozialistische Gleichschaltung u.a. im damaligen Bornplatz 1-3 – unserem heutigen Gebäude für Sozialwissenschaften. „Fundstück: Agathe Lasch – Portrait“ weiterlesen

Udo Bermbach über politikwissenschaftliche Anschlussmöglichkeiten an Habermas‘ Theorie des kommunikativen Handelns

Der Fachbereich Philosophie und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg hat am 14. Dezember 1989 Jürgen Habermas die Ehrendoktorwürde verliehen. Udo Bermbach ging in seiner Rede auf die bisher unabgegoltenen politikwissenschaftlichen Anregungen in Habermas‘ Theorie des kommunikativen Handelns (1981) ein. Wir veröffentlichen im Folgenden einen Ausschnitt aus seiner Laudatio.

Udo Bermbach war von 1971 bis 2001 Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Hamburg und gehört zu den Gründern der Sektion für Politische Theorie und Ideengeschichte in der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft. Sein Aufsatzband Demokratietheorie und politische Institutionen erschien 1991. Bermbach hat in einer Reihe von Publikationen seit den 1990er Jahren das Musiktheater, insbesondere das Gesamtkunstwerk Oper bei Richard Wagner, für die politische Ideengeschichtsschreibung erschlossen. „Udo Bermbach über politikwissenschaftliche Anschlussmöglichkeiten an Habermas‘ Theorie des kommunikativen Handelns“ weiterlesen

Hannah Arendt in Hamburg: Clara Maier zur Rede bei der Verleihung des Lessingpreises 1959

Hannah Arendt gehört zu den bedeutenden Politischen Theoretikern des 20. Jahrhunderts. Ihre Hamburger Rede vom 28. September 1959 trägt den Titel ‘Von der Menschlichkeit in finsteren Zeiten’“. Zusammen mit flankierenden Texten ist ihre Lessingrede, herausgegeben von Matthias Bormuth, in diesem Jahr bei Matthes und Seitz (Berlin) in dem Buch ‚Freundschaft in finsteren Zeiten‘ neu erschienen.

Clara Maier ist Ideenhistorikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hamburger Institut für Sozialforschung und hat 2016 an der Universität Cambridge zu Debatten um den „Deutschen Sonderweg“ promoviert. Sie ist Autorin von „Gehegte Demokratie. Zur Idee des Rechtsstaats in Deutschland und Spanien“, Mittelweg 36 (2018). „Hannah Arendt in Hamburg: Clara Maier zur Rede bei der Verleihung des Lessingpreises 1959“ weiterlesen

Birgit Recki: Das lange Jahrzehnt der Philosophie. Ernst Cassirer in Hamburg

Ernst Cassirer (1874-1945) war von 1919 bis 1933 Professor für Philosophie an der Hamburgischen Universität. In dieser Zeit entstand sein Hauptwerk, die Philosophie der symbolischen Formen (1923-1929).
In Ihrem Vortrag – gehalten am 08. Januar 2019 im Rahmen der Ringvorlesung “(Fast) 100 Jahre Universität Hamburg” – präsentiert Birgit Recki Cassirer als Denker, der von der Philosophie der Kultur zum Freiheitsbegriff und zur politischen Philosophie voranschreitet.

Birgit Recki ist seit 1997 Professorin für Philosophie an der Universität Hamburg. Sie ist Herausgeberin der Gesammelten Werke Cassirers in der Hamburger Ausgabe.

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