Fundstück: Martha Muchow – Portrait

Bildnachweis: UHH/Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte

Martha Muchow war eine der prägendsten Persönlichkeiten der ersten Jahre universitärer Arbeit in Hamburg. Insbesondere ihre pädagogische und psychologische Arbeit zu Kindheit und Jugend und die enge Verbindung von Forschung und praktischer Ausbildungstätigkeit zeichneten sie aus. 1933 wird sie – vor allem aufgrund ihrer langjährigen Mitarbeit am psychologischen Institut von William Stern – aus der Universität gedrängt. In diesem Fundstück erinnern wir an ein politisches Leben. „Fundstück: Martha Muchow – Portrait“ weiterlesen

Fundstück: Walter Berendsohn – Portrait

Bildnachweis: UHH/Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte

Der Germanist Walter Berendsohn gilt als Begründer der deutschen Exilliteraturforschung . Seine Arbeit begann in den 1920er-Jahren an der Hamburgischen Universität – im “Pferdestall”, dem heutigen Gebäude der Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg. Sein Lebensmittelpunkt sollte nach Entlassung und Vertreibung aber Stockholm werden. Hier wurde er der Knotenpunkt deutscher Exilliteraturforschung, gründete eine internationale Koordinationsstelle und verhalf nebenbei Nelly Sachs und Willy Brandt zu ihren Nobelpreisen. In unserem nächsten Fundstück rekonstruieren wir Berendsohns mehrfaches “Exilleben”, dabei nicht zu vernachlässigen: die ebenfalls mehrfach unrühmliche Rolle der Hamburger Universität. „Fundstück: Walter Berendsohn – Portrait“ weiterlesen

Die neue Lust an der Barbarei: Jörg Ebrecht und Christine Hentschel über Max Miller und Hans-Georg Soeffner (Hg.), Modernität und Barbarei. Soziologische Zeitdiagnose am Ende des 20. Jahrhunderts (1996)

Max Miller war von 1992 bis zu seiner Emeritierung 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Soziologische Theorien an der Universität Hamburg. Seither lehrt er an der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Die Schwerpunkte seiner Arbeit in Forschung und Lehre sind moderne Gesellschaftstheorien, Theorien eines kollektiven (diskursiven, systemischen) Lernens sowie Theorien der sozialen Evolution. Von 1995 bis 2000 war er Sprecher der Sektion Soziologische Theorien der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS).

Jörg Ebrecht, Diplomsoziologe, ist Studienkoordinator der Soziologie und Kriminologie an der Universität Hamburg. Christine Hentschel ist seit 2016 Professorin für Kriminologie, insbesondere Sicherheit und Resilienz.

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Marius Sältzer über Heike Klüver, Lobbying in the European Union (2013)

Heike Klüver hatte von 2015 bis 2016 den Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft in Hamburg inne. Nach ihrer Promotion an der Universität Mannheim war sie Postdoc in Oxford, Juniorprofessorin in Konstanz und Professorin für Empirische Politikwissenschaft in Bamberg. Heute hält sie den Lehrstuhl für Politisches Verhalten im Vergleich an der Humboldt Universität zu Berlin.

Marius Sältzer ist seit 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Mannheim und forscht zur Interaktion zwischen Politikern und ihren Parteien. Er hat Politikwissenschaft an der Universität Hamburg studiert und war von 2013 bis 2017 Tutor an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozial­wissenschaften. „Marius Sältzer über Heike Klüver, Lobbying in the European Union (2013)“ weiterlesen

Eine ‚Logik der Sache selbst’? Jörg Meyer über den „Hamburger Ansatz“ der Kriegsursachenforschung (Jung, Schlichte und Siegelberg 2003)

Der Hamburger Ansatz der Kriegsursachenforschung wurde in den 1990er Jahren von Jens Siegelberg, Dietrich Jung und Klaus Schlichte im Zusammenhang der von Klaus Jürgen Gantzel gegründeten „Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung“ (AKUF) entwickelt. Siegelberg arbeitet heute als Publizist und Consultant, Jung ist an der University of Southern Denmark in Odense und Schlichte an der Universität Bremen tätig.

Jörg Meyer ist seit 2008 Mitarbeiter am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Hamburg.

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Eine Pionier*innenarbeit zur Frauengeschichte des Fachbereichs. Pia Christoph über Rafaela Borgwardt et al., Festung Fachbereich? (2002)

Die Hamburger Sozialwissenschaften gehören zu den wenigen Fachbereichen, deren Frauengeschichte in einer eigenen Fallstudie aufgearbeitet wurde. Der 2002 erschienene Sammelband »Festung Fachbereich?« analysiert die Institutionalisierung der Gleichstellungspolitik und den Partizipationsprozess von Frauen am bis 2000 bestehenden Fachbereich Philosophie und Sozialwissenschaften. Er wirft ein Schlaglicht auf die Situation von Frauen am ehemaligen Institut für Politische Wissenschaft und ruft die kreativen Aktionen feministischer Gruppen in Erinnerung, wie etwa die 1987 veröffentlichte „Fällt-Studie“ über die weitgehende Abwesenheit von Frauen in der Lehre. Der Beitrag beschreibt, wie es zu dieser Aufarbeitung der Fachbereichsgeschichte kam und rezensiert Aufsätze des Sammelbands, die für die Politikwissenschaft relevant sind.

Pia Christoph studiert am Fachbereich im Masterstudiengang Politikwissenschaft. „Eine Pionier*innenarbeit zur Frauengeschichte des Fachbereichs. Pia Christoph über Rafaela Borgwardt et al., Festung Fachbereich? (2002)“ weiterlesen

„Gibt es einen erlaubten Krieg?“ Oliver Vornfeld über Gerhard Beestermöller, Thomas von Aquin und der gerechte Krieg (1990)

Das Institut für Theologie und Frieden wurde 1978 in Hamburg gegründet und setzt sich in interdisziplinären Forschungsprojekten und Publikationen mit Fragen von Krieg, Friedensgefährdung und Frieden auseinander. In seiner umfangreichen Bibliothek sammelt es theologische und philosophische Literatur zum Thema Frieden. Als Einrichtung in der Trägerschaft der Militärseelsorge berät es die katholische Kirche in friedensethischen Fragen. Gerhard Beestermöller ist dem Institut seit 1984 verbunden. Zwischenzeitlich war der katholische Theologe stellvertretender Direktor, inzwischen ist er Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Instituts. Seit 2014 ist Beestermöller Professor für Moraltheologie und Sozialethik am Centre Jean XIII (Luxemburg). In seiner Dissertation rekonstruiert er den politiktheoretisch-ideengeschichtlichen Gehalt von Thomas von Auqins theologischem Hauptwerk.

Oliver Vornfeld studierte Soziologie und Religionswissenschaft und studiert Evangelische Theologie an der Universität Hamburg. 2019 wurde ihm der Förderpreis des Fördervereins des Fachbereichs Evangelische Theologie der Universität Hamburg für eine Arbeit über John Deweys Berufspädagogik verliehen.

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Thordis Reimer über Vera E. Troeger & Mariaelisa Epifanio, Bargaining over maternity pay: evidence from UK universities (2019)

Vera Troeger ist seit 2019 Professorin für Politikwissenschaft, insb. Vergleichende Regierungslehre/ Comparative Politics an der Universität Hamburg. Vorher war sie Professorin im wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereich der Universität Warwick in Großbritannien. Seit Oktober 2019 ist Vera Troeger Präsidentin der European Political Science Association (EPSA). Ihre Forschungsinteressen liegen in der vergleichenden Politischen Ökonomie und in quantitativen Methoden der Politikwissenschaft. In dem Forschungsprojekt „Maternity Benefits across UK HEIs“ (gefördert durch den ESRC, das CAGE Centre, die British Academy und den Leverhulme Trust) untersuchte sie zusammen mit Mariaelisa Epifanio und Thomas Scotto die Ursachen und den Einfluss von Leistungen im Rahmen der Elternzeit an britischen Hochschulen auf akademische Karrieren von Frauen.

Thordis Reimer ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Soziologie, insbesondere Ökologisierung und quantitative Methoden der Sozialforschung an der Universität Hamburg. Sie forscht zu Elternzeitregelungen, der Elternzeitnutzung durch Väter und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie ist Mitglied des International Network on Leave Policies & Research und Stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg. „Thordis Reimer über Vera E. Troeger & Mariaelisa Epifanio, Bargaining over maternity pay: evidence from UK universities (2019)“ weiterlesen

Dina Delgado über Andreas Busen und Alexander Weiß (Hg.), Ansätze und Methoden zur Erforschung politischen Denkens (2013)

Andreas Busen und Alexander Weiß gehören zu den wichtigen Stimmen in der neueren Debatte über die Methoden der Politischen Theorie und Ideengeschichte. Andreas Busen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Europa und Moderne, Universität Hamburg. Zuvor studierte er in Augsburg und am Nuffield College (Universität Oxford). Im Jahre 2016 promovierte Busen mit einer Arbeit mit dem Titel Solidarität und die Verwirklichung von Freiheit und Gleichheit. Zur Bedeutung eines vernachlässigten Konzepts in der politischen Theorie und Praxis an der Universität Hamburg. Alexander Weiß hat mit einer Arbeit zur Theorie der Parlamentsöffentlichkeit in Göttingen promoviert und sich 2017 an der Universität Hamburg, wo er als langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Politischen Theorie tätig war, mit Schriften zur Vergleichenden Demokratietheorie habilitiert. Mit Sophia Schubert gab er ein PVS-Sonderheft zu Demokratie jenseits des Westens heraus. Weiß ist Mitgründer und Sprecher der Themengruppe „Transkulturell vergleichende Politische Theorie“ in der DVPW.

Dina Delgado, studiert an der Universität Hamburg Politikwissenschaft im Bachelor. Ihr besonderes Interesse gilt der normativen politischen Theorie.

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