Podcast: Drittes Fachbereichstreffen zum Thema: Aufgabe und Funktion sozialwissenschaftlicher Lehre und Forschung in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs

Regelmäßig organisiert der Fachschaftrat Sozialwissenschaften, die studentische Vertretung  für die Studierenden der Soziologie und Politikwissenschaft, Fachbereichstreffen zu aktuellen Entwicklungen in Wissenschaft und Gesellschaft. Dies soll den statusgruppenübergreifenden Austausch über Herausforderungen für Lehre und Forschung weiter befördern. Nach Diskussionsveranstaltungen zur Identitären Bewegung und Normativität in der wissenschaftlichen Arbeit, stand im April das dritte Fachbereichstreffen zu Fragen wissenschaftlicher Erkenntnistheorie und Methoden an. Prof. Kai-Uwe Schnapp (Programmdirektion Politikwissenschaft), Prof. Stefanie Kley (Programmdirektion Soziologie), Dr. Andreas Busen (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Politikwissenschaft) und Nadia Abd El Hafez (Studentin, Soziologie) diskutierten über Fragen nach Aufgabe und Funktion wissenschaftlicher Lehre und Forschung in gesellschaftlichen Umbrüchen. Moderiert hat Sina Berg (Studentin, Politikwissenschaft) (Aufnahme vom 8. April 2019).

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Angelika Golegos und Christos Makrodimitris über Clara und William Stern, Die Kindersprache: Eine psychologische und sprachtheoretische Untersuchung (1907)

William Stern ist eine prägende Figur in der Geschichte der Universität Hamburg. Unter anderem war er an der Gründung der Universität im Jahr 1919 beteiligt und Inhaber des ersten Lehrstuhls für Philosophie und Psychologie. Clara Stern veröffentlichte gemeinsam mit William Stern zwei Monographien auf dem Gebiet der Entwicklungspsychologie. Für ihre Studie „Die Kindersprache“ rekonstruierten die Sterns die Sprachentwicklung ihrer Kinder, zu denen Günther Stern, der spätere Philosoph Günther Anders, gehörte.

Angelika Golegos und Christos Makrodimitris sind Absolventen des Masterstudiengangs Mehrsprachigkeit und Bildung/MOTION an der Universität Hamburg. Derzeit promoviert Christos Makrodimitris an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Angelika Golegos an der Universität Konstanz. „Angelika Golegos und Christos Makrodimitris über Clara und William Stern, Die Kindersprache: Eine psychologische und sprachtheoretische Untersuchung (1907)“ weiterlesen

Patrick Samtlebe über Ralf Bambach, Der französische Frühsozialismus (1984)

Ralf Bambach studierte Sozialwissenschaften in Hamburg und Paris. Er spezialisierte sich auf Politikwissenschaft und die Geschichte der Philosophie und des öffentlichen Rechts. Seit den 1980er Jahren engagiert sich Bambach in der politischen Erwachsenenbildung und Beratung im Bereich der Sicherheitspolitik. Seine Promotion von 1984 lieferte einen systematischen Einblick in die Zeit des französischen Frühsozialismus.

Patrick Samtlebe studierte Politikwissenschaft in Hamburg und ist seit 2017 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Heisenberg-Professur Europa und Moderne. Seine nachfolgende Rezension zur Promotion von Ralf Bambach steht der Sorgfalt und Genauigkeit der Schrift in nichts nach.

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Podcast: Jan Wilkens über die Parlamentswahlen in Israel

Am vergangenen Dienstag, den 09. April, konnte Benjamin Netanjahus rechtes Wahlbündnis einen weiteren Sieg bei den Parlamentswahlen in Israel verzeichnen. Der nun dienstälteste israelische Ministerpräsident ist jedoch angeschlagen – durch Korruptionsvorwürfe, vor allem aber aufgrund des sich weiter zuspitzenden Konflikts zwischen Israel und Palästina. Im neuen Podcast auf Politik100x100 berichtet Jan Wilkens über die aktuellen Entwicklungen in Israel, die großen Identitätsfragen sowie die Rolle von Wissenschaft und europäischem Diskurs in der problematischen Aufrechterhaltung von Narrativen (Moderation: David Weiß).

Jan Wilkens ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Global Governance. 2018 hat er zur Transnationalisierung der zivilgesellschaftlichen Konflikte in Syrien promoviert. Auch diese Arbeit stellt er neben der Forschung des Global Governance-Teams zu normativen Fragen der Internationalen Politik, Kontestation und Praxistheorien vor.

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Frank Nullmeier über Joachim Raschke, Soziale Bewegungen. Ein historisch-systematischer Grundriß (1985)

Joachim Raschke hat 1985 die erste umfassende politikwissenschaftliche Monographie zum Thema Soziale Bewegungen verfasst. 1993 erschien seine Studie über „Die Grünen. Wie sie wurden, was sie sind“ und 2007 (zusammen mit Ralf Tils) „Politische Strategie. Eine Grundlegung“. Raschke war von 1975 bis 2001 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Hamburg und ist heute in der Agentur für Politische Strategie (APOS) tätig.

Frank Nullmeier ist Professor für Politikwissenschaft (Politisches System der Bundesrepublik Deutschland und Staatstheorie) an der Universität Bremen. Er studierte von 1975 bis 1980 in Hamburg und hat dort 1989 mit der Arbeit „Von Max Weber zu Konzepten einer Intelligenz- und Wissenspolitologie“ promoviert. Von 1991 bis 1997 war er Hochschulassistent am Institut für Politische Wissenschaft. Seine Habilitationsschrift ist unter dem Titel „Politische Theorie des Sozialstaats“ publiziert worden.

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Fundstück: Vertreibung an der Universität Hamburg – Das “Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums” vom 7. April 1933

Bildnachweis: UHH/Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte

Heute vor 86 Jahren, am 7. April 1933, erlässt die nationalsozialistische Regierung von Adolf Hitler im ganzen Reichsgebiet das “Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums”. Mit dieser Anordnung sollten “nicht-arische” und sonstige politisch unerwünschte Beamte aus dem Staatsdienst entlassen werden. Auch die Hamburgische Universität führte die Säuberungsaktionen durch, unter anderem betroffen war Siegfried Landshut, der noch 1933 entlassen und ins Exil getrieben wurde und erst knapp zwanzig Jahre später nach Hamburg zurückkehren konnte. „Fundstück: Vertreibung an der Universität Hamburg – Das “Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums” vom 7. April 1933“ weiterlesen

Anton F. Guhl & Malte Habscheidt: Die wundersame Planungsgeschichte des zweiten Philosophenturms der Universität Hamburg

Am 1. April 1975 war es endlich soweit: Rund zwölf Jahre, nachdem mit dem „Philosophenturm“ das bis dahin größte Gebäude der Universität eingeweiht worden war, konnte mit dem „zweiten Philosophenturm“ der drängende Raummangel der Universität endgültig behoben werden. Wissenschaftssenator Ulrich Karpen (CDU) betonte bei der festlichen Einweihung des Verfügungsgebäudes V (umgangssprachlich: Philo II), dass nun die Geisteswissenschaften in Hamburg zukunftsfähig gemacht worden seien.

Anton F. Guhl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Karlsruher Institut für Technologie, 2015 wurde ihm der Berenberg-Preis für Wissenschaftssprache verliehen. Seine Hamburger Dissertation über die Entnazifizierung der dortigen Universität wurde 2017 mit dem Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik ausgezeichnet; sie erscheint am 21. Mai 2019 im Wallstein Verlag.
Malte Habscheidt, M.A., Historiker und Journalist, ist Referent in der Öffentlichkeitsarbeit der Diakonie Hamburg. Er arbeitet an einer Dissertation zum Hamburger Universitätsgesetz von 1969. 2013 erschien der von ihm mitherausgegebene Band „Gelebte Universitätsgeschichte. Erträge jüngster Forschung. Eckart Krause zum 70. Geburtstag”, seit 2015 ist er gewähltes Vorstandsmitglied des Vereins für Hamburgische Geschichte. „Anton F. Guhl & Malte Habscheidt: Die wundersame Planungsgeschichte des zweiten Philosophenturms der Universität Hamburg“ weiterlesen