Fundstück: Martha Muchow – Portrait

Bildnachweis: UHH/Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte

Martha Muchow war eine der prägendsten Persönlichkeiten der ersten Jahre universitärer Arbeit in Hamburg. Insbesondere ihre pädagogische und psychologische Arbeit zu Kindheit und Jugend und die enge Verbindung von Forschung und praktischer Ausbildungstätigkeit zeichneten sie aus. 1933 wird sie – vor allem aufgrund ihrer langjährigen Mitarbeit am psychologischen Institut von William Stern – aus der Universität gedrängt. In diesem Fundstück erinnern wir an ein politisches Leben. „Fundstück: Martha Muchow – Portrait“ weiterlesen

Christopher Kirschner: Bericht zur Buchvorstellung – Respekt! Frauen verändern Wissenschaft an der Universität Hamburg

Am 28. Oktober wurde der Sammelband „Respekt! Frauen verändern Wissenschaft an der Universität Hamburg“ vorgestellt. Das über 500 Seiten starke Buch rekonstruiert die Geschichte der Frauen und der Geschlechterforschung an der UHH. Christopher Kirschner hat die Buchvorstellung für 100×100 besucht.

Christopher Kirschner studiert Soziologie und Geschichte in Hamburg. Er war studentischer Angestellter im Familienbüro der Stabstelle Gleichstellung der UHH und arbeitet nun als studentische Hilfskraft an der neuen Juniorprofessur für Soziologie, insb. Arbeit, Organisation & Gender von Prof. Almut Peukert. „Christopher Kirschner: Bericht zur Buchvorstellung – Respekt! Frauen verändern Wissenschaft an der Universität Hamburg“ weiterlesen

Fundstück: Die Orientierungseinheit in den Sozialwissenschaften

Bildnachweis: UHH/Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte

Am heutigen Montag beginnt, wie in jedem Jahr Anfang Oktober, die Orientierungseinheit des Fachgebiets für die neuen Erstsemesterstudierenden. In Zusammenarbeit mit den Gremien und Organen des Fachbereichs und der Fakultät bereiten die Studierenden der Fachschaft ein einwöchiges Programm zum Kennenlernen, zur Studieneinführung und für einen Einblick in den universitären Alltag vor. Mit diesem Archivfundstück einer Orientierungseinheit aus den frühen 1980er-Jahren begrüßen wir die neuen Studierenden an unserem Fachgebiet. „Fundstück: Die Orientierungseinheit in den Sozialwissenschaften“ weiterlesen

Fundstück: Der Allende-Platz – ein Stück Weltpolitik in Hamburg

Bildnachweis: Foto Ervin Kondakciu

1983, elf Jahre nach dem gewaltvollen Putsch gegen den demokratisch gewählten, sozialistischen Präsidenten Chiles Salvador Allende, schicken sich zahlreiche Hamburger Aktivistinnen, darunter einige Exilchileninnen, an, dem Präsidenten auch in Deutschland ein Denkmal zu setzen. Nach zähem Ringen, zahlreichen Diskussionen und Demonstrationen wird schließlich ein Teil des Universitätscampuses in Allende-Platz umbenannt.
Das nächste Kapitel der Geschichte unseres heutigen sozialwissenschaftlichen Gebäudes, dem Allende-Platz 1, steht – wie alle anderen – unter den Zeichen der Zeit. Und auch dieses Mal geht es um die großen Fragen: Blockkonfrontation, antikoloniale Befreiung, Migration und Exilkultur sowie Kleinkriege in Bezirksfraktionen. „Fundstück: Der Allende-Platz – ein Stück Weltpolitik in Hamburg“ weiterlesen

Fundstück: Der Pferdestall im Nationalsozialismus

Bildnachweis: UHH/Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte

Nach kurzer Blüte in den 1920er und frühen 1930er-Jahren ist auch der ehemalige Pferdestall am Bornplatz ab 1933 Gegenstand nationalsozialistischer Umwerfungen in Politik und Wissenschaft. Wissenschaftlerinnen werden vertrieben, die Institutsstruktur im Gebäude radikal transformiert und die ‘Schutzpolizei’ zieht Mitte der 1930er-Jahre im Erdgeschoss ein. Im neuen Fundstück zur Geschichte unseres Institutsgebäudes erinnern wir an die dunklen Jahre des deutschen Faschismus, wie auch die Verankerung der Universität und insbesondere unseres Gebäudes in das ehemalige jüdische Viertel Hamburgs, dem Grindelviertel. „Fundstück: Der Pferdestall im Nationalsozialismus“ weiterlesen

Christina Kuhli: Erinnerungskultur in Bildern – Constantin Hahms Bilder im Pferdestall

Bildnachweis: Fotografie von Reinhard Scheiblich und Karin Plessing

In seiner über einhundertjährigen Geschichte ist der Pferdestall, das Gebäude der Hamburger Sozialwissenschaften, von den Entwicklungen der Zeit geprägt worden. Die Spannung von Krieg und Vernichtung jüdischen Lebens versus der Bildung, Wissenschaft und Aufklärung in gesellschaftlicher Verantwortung sind in seine Grundfesten eingeschrieben – nicht zuletzt aufgrund der Kunst von Constantin Hahm. Die Wandgemälde von Hahm, die seit 1988 im ganzen Gebäude zu sehen sind, be- und verarbeiten das Verhältnis von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft und sind, so Christina Kuhli, Mahnung und Auftrag zugleich.

Christina Kuhli ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg. Sie hat 2012 mit einer Arbeit über Giorgio Vasaris Viten an der Universität Frankfurt a. M. promoviert, war Postdoc im SFB 948 “Helden, Heroisierungen und Heroismen” an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. und ist seit 2016 an der Universität Hamburg, wo sie u.a. die Kunstwerke der Universität betreut.

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Fundstück: Der Pferdestall wird Universitätsgebäude

Bildnachweis: UHH/Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte

Nach zwei Jahrzehnten Nutzung als Pferdestall bekommt auch das stattliche Gebäude am Bornplatz, der heutigen Heimat der Politikwissenschaft an der Universität Hamburg, die rapiden sozioökonomischen und politischen Umbrüche der 1910er und 20er Jahre zu spüren. Die nächsten Archivfundstücke mit Impressionen des Pferdestallumbaus 1928 sowie den ersten Jahren wissenschaftlicher Arbeit im dann zum nurmehr Mythos gewordenen “Pferdestall”. „Fundstück: Der Pferdestall wird Universitätsgebäude“ weiterlesen

Fundstück: Als der Pferdestall noch Pferdestall war

Bildnachweis: UHH/Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte

Die Politikwissenschaft an der Universität Hamburg ist heute im Allende-Platz 1 beheimatet – oder auch: “dem Pferdestall”. Im ersten Fundstück zur Gebäudegeschichte werden die 1910er-Jahre beleuchtet: Die Firma Schlüter & Söhne, der Bau des Gebäudes und letztlich, warum der Pferdestall Pferdestall heißt.
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Birgit Recki: Das lange Jahrzehnt der Philosophie. Ernst Cassirer in Hamburg

Ernst Cassirer (1874-1945) war von 1919 bis 1933 Professor für Philosophie an der Hamburgischen Universität. In dieser Zeit entstand sein Hauptwerk, die Philosophie der symbolischen Formen (1923-1929).
In Ihrem Vortrag – gehalten am 08. Januar 2019 im Rahmen der Ringvorlesung “(Fast) 100 Jahre Universität Hamburg” – präsentiert Birgit Recki Cassirer als Denker, der von der Philosophie der Kultur zum Freiheitsbegriff und zur politischen Philosophie voranschreitet.

Birgit Recki ist seit 1997 Professorin für Philosophie an der Universität Hamburg. Sie ist Herausgeberin der Gesammelten Werke Cassirers in der Hamburger Ausgabe.

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